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Let's talk about sex

Topic Nr.1

Für viele Menschen gehört Sex zu einer glücklichen Beziehung mit dazu. Schliesslich spricht ja auch jede Werbung und jeder Film davon, wie wichtig Sex doch ist. Leider haben diese Bilder nur all zu oft nicht sehr viel mit dem tatsächlichen Leben zu tun. Aber wie wichtig ist Sex wirklich? Und wie wichtig ist er für mich oder für uns? Und was ist „guter“ Sex? Ist es möglich, auch in langfristigen Beziehungen eine für beide Partner befriedigende Sexualität zu leben?


Sex TROTZ Partnerschaft

Studien haben gezeigt, dass Zufriedenheit mit der Partnerschaft und Zufriedenheit mit der Sexualität zusammenhängen. Die Frage nach dem Huhn und dem Ei lässt sich aber kaum beantworten: Leidet die Zufriedenheit, weil das Paar den Sex nicht als befriedigend erlebt wird oder zeigt sich im Sexleben, was in der Paarbeziehung nicht gut läuft? Oft ist es eine Art Kreislauf: Beziehungsprobleme führen zu einem weniger befriedigendem Sexleben und das wiederum macht die Beziehungsprobleme auch nicht gerade kleiner. In der Paarberatung sieht man aber auch oft den anderen Kreislauf: Probleme mit dem Sexleben bessern sich meist spontan, wenn Paare ihre Beziehungsprobleme angehen. Kurz: Wenn ich meiner Partnerschaft etwas zuliebe tue, tue ich eigentlich immer auch etwas für unser Sexleben. Wie wichtig Sex in unserer Beziehung ist und was „guter Sex“ überhaupt bedeutet, muss ich für mich und wir für uns als Paar beantworten. Wir müssen schlussendlich alle einen eigenen Weg finden, um eine befriedigende Sexualität leben zu können. Wichtig ist dabei wieder einmal: Miteinander reden! Denn ich muss die Bedürfnisse meines Partners zuerst einmal kennen und verstehen und emotionale Intimität schaffen, wenn es auch im Bett längerfristig klappen soll. Am Anfang ist der Sex meist aufregend und prickelnd. Aber sind wir ehrlich, eine gewisse Gewohnheit schleicht sich ein und manchmal haben wir einfach nicht mehr so viel Lust wie am Anfang. Dann gibt es diese stressigen Phasen, der Job, die Kinder und alle anderen Verpflichtungen. Kann es sein, dass wir zwar vielleicht ein gutes Team sind, aber Nähe, Austausch und Zärtlichkeit irgendwie auf der Strecke geblieben sind? Beim Sex ist es wie allgemein in der Beziehung: Dauerhaftes Glück und Zufriedenheit kommen nicht von selbst! Als Paar müssen wir auch dem Sex Raum und Priorität geben und uns für unser Sexleben einsetzten.


Tipps & Tricks - Sex hat heute Vorrang Wenn man verliebt ist, findet Sex spontan statt. In längeren Beziehungen müssen wir uns manchmal für Sex entscheiden. Dafür, dass er in bestimmten Momenten Vorrang hat und dann andere Dinge verschoben werden. Manchmal müssen wir uns wirklich entscheiden, nicht den Sex zu verschieben. Klingt banal, ist aber in der Umsetzung nicht einfach, wenn ich den Eindruck habe, heute Abend unbedingt noch etwas erledigen zu müssen. Aber irgendwann bleibt dann einfach keine Energie und Lust mehr für Sex. Obwohl wir doch eigentlich beide wieder mehr Sex wollten.


Time for Sex Damit ES passiert, braucht es Zeit und Musse. Natürlich kann es auch mal zwischendurch ohne Kerzen und Champagner passieren. Aber wir brauchen auch immer wieder Momente, in denen wir uns wirklich ganz aufeinander einlassen können. Auch wenn das vielleicht für manche umständlich klingt, manchmal braucht es ein fixes Date. Das kann sogar ziemlich prickelnd sein und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Ein paar Fragen lohnen sich: Welche Atmosphäre ist uns bei Begegnungen zu zweit wichtig? Wie können wir den Raum und die Zeit, die wir haben, attraktiv gestalten? Haben wir solche Paar-Inseln, nur für uns?


Mal so mal so

Ja, Sex braucht Abwechslung. Natürlich haben wir irgendwann eine gewisse Routine beim Sex. Aber es muss nicht langweilig werden. Um Abwechslung zu bekommen, muss ich mich nicht plötzlich für völlig abstruse Praktiken interessieren. Es gibt tausend kleine Dinge, die wir mal anders machen können: Vielleicht einmal ein anderes Zimmer, eine andere Stellung, im Stehen oder auf einem Stuhl, vielleicht nicht immer abends um 10, sondern mal am Sonntagmorgen oder nach der Arbeit bevor wir den ganzen Stress vom Tag und alle weiteren To Dos besprechen? Und vielleicht gibt es ja doch irgendeine Phantasie, die ich oder mein Partner schon lange mal ausprobieren möchten? Experimentieren ist toll, aber natürlich müssen sich beide wohl fühlen. Und es muss auch nicht immer das volle Programm sein: Auch Streicheln, Küssen oder eine Massage schaffen Nähe. Sprechen wir als Paar darüber, was wir uns beide im Moment wünschen: Romantik, Zärtlichkeit, Sinnlichkeit oder Leidenschaft...


Der „unperfekte“ Moment

Viele Paare verstricken sich in ihrer Vorstellung des „perfekten Moments“. Es können ganz schön viele Dinge sein, die passen müssen: Ich muss Energie haben, die Küche muss gemacht sein, alle Emails verschickt, die Haare frisch gewaschen und die Kinder mindestens schon eine halbe Stunde schlafen – um nur ein paar Punkte der imaginären Liste zu nennen. Die von meinem Partner ist vermutlich eben so lang. Das heißt aber auch, dass der Sex, wenn er denn stattfindet, auch besonders toll sein muss. Und das macht Druck. Wie wäre es, wenn wir uns sagen, dass Sex nicht immer überwältigend sein muss? Manchmal ist er auch einfach nur mittelmäßig und manchmal klappt es auch gar nicht. Trotzdem biete Sex eine Möglichkeit, uns auf intime Weise zu begegnen. Vielleicht schaffen wir es, uns doch immer wieder einzulassen, auch wenn nicht alle Punkte der Liste erfüllt sind und auch wenn der Sex nicht immer gleich gut ist. Denn wenn wir uns Druck wegnehmen, wird der Sex von selbst besser....


Die Last der Lust Lust und Sex gehören in unserem Denken zusammen. Aber wenn ich vielleicht schon lange mit meinem Partner zusammen bin, ist die Lust nicht unbedingt mehr mein steter Begleiter. Doch wenn wir uns entschließen, dass wir als Paar wieder mehr Sex möchten, sollten wir vielleicht einfach mehr Sex haben. Das klingt erstmals etwas kontraintuitiv: Sex ohne Lust? Doch tatsächlich führt regelmäßigerer Sex oft zu mehr Lust. Und vielleicht hilft es uns ja auch zu überlegen, auf welche Art von Sex wir denn Lust hätten. Es muss ja nicht der gleiche Sex sein wie am Anfang – vielleicht ist er sanfter, kürzer oder unkonventioneller....


Wenn es nicht klappt Es gibt Dinge, die unser Sexleben ganz schön mitnehmen können: Dauerhafte sexuelle Unlust, langfristige Erektions - oder Orgasmusstörungen oder Schmerzen beim Sex können uns das Sexleben zeitweilig sogar verunmöglichen. Das kann ganz schön belastend sein – für beide. Doch genau für solche Situationen gibt es medizinische und psychologische Unterstützungsmöglichkeiten. Wenn ich nicht mehr weiter weiss, ist es mutig, richtig und ein Liebensbeweis, wenn ich mir bei einem Arzt, Sexual- oder Psychotherapeuten Hilfe holen. Lieber zu früh als zu spät. Schon viele Paare haben so eine Wende in ihrer Beziehung erfahren. geschrieben von Noëmi Ruther

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