Warum nicht jeder Stress gleich ist
- Julienne Z. Wysling
- 9. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Stress gehört zum Leben dazu. Aber nicht jeder Stress ist gleich: Es gibt grosse, prägende Ereignisse und kleine, alltägliche Belastungen. Beide können uns stark beeinflussen, nur auf unterschiedliche Weise.
Zu den grossen Ereignissen gehören sogenannte Makroereignisse. Das sind einschneidende Veränderungen im Leben, zum Beispiel schwere Krankheiten, Arbeitslosigkeit, der Tod eines nahestehenden Menschen oder der Verlust von Bezugspersonen. Auch positive Ereignisse wie eine Geburt oder ein Lottogewinn zählen dazu. Zusätzlich gibt es Entwicklungsaufgaben, etwa die Einschulung, die Pubertät, die Berufswahl oder die Partnerwahl. Solche Ereignisse sind oft nur schwer vorhersehbar, weshalb man sich kaum darauf vorbereiten kann.
Daneben gibt es Mikroereignisse. Das sind alltägliche Widrigkeiten wie zu spät kommen, den Bus verpassen, Kritik bekommen oder sich mit jemandem streiten. Im Vergleich zu Makroereignissen wirken sie zunächst harmlos. Doch genau hier liegt die Gefahr: Diese kleinen Belastungen können sich aufschaukeln und auf Dauer sehr anstrengend werden. Studien zeigen sogar, dass Alltagsstress besonders schädlich für die Gesundheit und die Partnerschaft sein kann.
Ein Grund dafür ist, dass Menschen bei Makroereignissen meist mehr Verständnis von ihrem Umfeld erfahren. Wenn jemand krank ist oder einen schweren Verlust erlebt, reagieren andere meist mit Mitgefühl. Bei alltäglichem Stress ist das anders. Wer sich zum Beispiel darüber ärgert, zu spät gekommen zu sein oder etwas vergessen zu haben, bekommt oft weniger Verständnis. Trotzdem können auch solche Situationen stark belasten. Kritik von Vorgesetzten kann zum Beispiel das Gefühl auslösen, versagt zu haben, und dadurch ein sehr starkes Stresserleben verursachen.
Ein Beispiel aus dem Büro macht das deutlich: Eine Person hat einen stressigen Tag, kommt wegen eines Staus zu spät und vergisst dann auch noch eine wichtige Datei. Der Chef kritisiert sie scharf. Für andere mag das nach einer Kleinigkeit klingen, doch für die betroffene Person kann sich alles gleichzeitig anhäufen. Aus mehreren kleinen Belastungen wird dann schnell grosser Stress.
Stress entsteht also nicht nur durch grosse Krisen. Auch viele kleine, alltägliche Belastungen können uns stark zusetzen, besonders dann, wenn sie sich häufen oder von anderen nicht ernst genommen werden.
Sämtliche Informationen dieses Blogposts basieren auf den Büchern und Angeboten von Prof. Dr. Guy Bodenmann. Der Text wurde mithilfe von KI erstellt.






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