Die Eskalationsfalle in der Partnerschaft
- Julienne Z. Wysling
- 9. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Manche Konflikte in der Partnerschaft geraten in eine Art Negativspirale, aus der es schwer wird, wieder herauszufinden. Oft beginnt die Kommunikation zunächst noch relativ freundlich oder zumindest sachlich. Doch wenn auf ein Gespräch keine passende Reaktion kommt, verändert sich der Ton Schritt für Schritt. Aus einem normalen Gespräch kann so eine immer gereiztere und destruktivere Auseinandersetzung entstehen.
Wie die Eskalation entsteht
Häufig läuft es so ab, dass eine Person zuerst versucht, ihr Anliegen auf eine positive oder neutrale Weise anzusprechen. Wird darauf nicht eingegangen oder sogar abweisend reagiert, wiederholt sie ihr Anliegen vielleicht noch etwas deutlicher. Bleibt die Reaktion weiterhin aus, wird der Ton oft härter, lauter oder verletzender. Die Person steigert sich so lange, bis sie irgendwann doch Gehör findet oder ihr Ziel erreicht hat. Danach wirkt sie manchmal wieder ruhig oder freundlich, fast so, als wäre nichts gewesen.
Warum sich negatives Verhalten «lohnt»
Das Problem dabei ist, dass destruktives Verhalten kurzfristig oft tatsächlich zum Ziel führt. Die Person lernt dadurch unbewusst: Wenn ich laut genug, hartnäckig genug oder negativ genug bin, bekomme ich eher, was ich will. Freundliche oder neutrale Versuche scheinen dagegen weniger wirksam zu sein. So kann sich die Vorstellung festsetzen, dass man Bedürfnisse nur durch Druck durchsetzen kann.
Auch für die andere Person hat das Folgen. Sie erlebt, dass der Partner oder die Partnerin in Zukunft wahrscheinlich wieder negativ oder destruktiv reagieren wird, wenn etwas wichtig ist. Gleichzeitig lernt sie aber auch, dass die Anspannung aufhört, sobald sie im richtigen Moment nachgibt. Dadurch entsteht ein Muster, in dem beide Seiten immer stärker lernen, mit Negativität aufeinander zu reagieren.
Warum das Paar darunter leidet
Mit der Zeit beginnt die Kommunikation dadurch immer häufiger mit Gereiztheit, Vorwürfen oder Rückzug. Beide Partnerinnen und Partner erwarten irgendwann schon die nächste negative Reaktion und gehen selbst vorsichtiger, angespannter oder defensiver in Gespräche hinein. So verfestigt sich ein Kreislauf, in dem Konflikte nicht mehr konstruktiv gelöst werden, sondern sich gegenseitig verstärken.
Die Eskalationsfalle ist deshalb so problematisch, weil sie nicht nur einen einzelnen Streit betrifft, sondern das Kommunikationsmuster der ganzen Beziehung verändern kann. Je häufiger dieses Muster vorkommt, desto schwieriger wird es, wieder zu einer ruhigeren und respektvolleren Gesprächskultur zurückzufinden.
Sämtliche Informationen dieses Blogposts basieren auf den Büchern und Angeboten von Prof. Dr. Guy Bodenmann. Der Text wurde mithilfe von KI erstellt.






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