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Paar


Willkommen beim Paarlife-Blog

Mit diesem Blog möchten wir den Paaren Einblick in die Forschung und den daraus gewonnenen Erkenntnissen rundum Prof. Dr. Guy Bodenmanns Forschung geben. Die Erkenntnisse werden in Form von Tipps und Tricks für die Paare aufbereitet. Viel Spass beim Lesen!


Wiedermal Sex

Für die meisten Paare gehört Sex dazu. Die körperliche Liebe schafft eine besondere Art der Begegnung und Intimität. Und das wünschen sich viele für ihre Beziehung. Auch wissenschaftliche Studien zeigen: Wenn Paare mit ihrer Beziehung sehr glücklich sind, sind sie auch mit dem Sex zufrieden. Ob der gute Sex der Grund für die gute Beziehung ist oder umgekehrt, sei dahingestellt.

Sex oder Reden?

Damit wir in unserer Beziehung auch langfristig ein erfüllendes Sexleben haben, müssen wir darüber reden, was „guter Sex“ für uns überhaupt bedeutet. Was gefällt mir eigentlich besonders? Was wünschst du dir mal wieder? Wenn man jahrelang nicht offen über Sex gesprochen hat, brauchen diese Gespräche Mut. Aber es lohnt sich! Es braucht auch Mut herauszufinden, was „guter Sex“ für uns und nur für uns bedeutet – egal was die Medien, unsere Freunde oder sonst irgendwer propagiert. Nur wir können entscheiden, welchen Stellenwert wir Sex in unserer Beziehung geben und wie er aussehen soll. Wichtig ist nur, dass wir einen gemeinsamen Weg finden, der für uns beide stimmt und auf dem wir den Sex geniessen können.

Der ganz verrückte Alltag

Ja, es gibt sie: Die Phasen in denen der Sex einfach nicht im Vordergrund steht. Phasen in denen wir zu gestresst sind, die Kinder extrem viel Aufmerksamkeit fordern oder jemand aufgrund körperlicher Einschränkungen einfach keine Lust hat. Das ist normal und ok! Die Lebensumstände, das eigene Befinden, Stress durch Beruf oder Kinder – alle diese Erfahrungen wirken sich auf unser Sexleben aus. Sex spielt sich nicht im luftleeren Raum ab. Gerade das macht ihn aber auch lebendig und spannend. Er ist nicht immer gleich, hängt von der Zyklusphase ab, davon, wie unsere Beziehung gerade aussieht, wie unser Tag war, in welcher Umgebung wir sind...Wenn es also einmal nicht klappt, müssen wir nicht gleich verzweifeln. Gerade in Stressphasen ist es wichtig, dass wir uns unterstützen und so gemeinsam Stress abbauen. Manchmal hilft dazu sogar auch Sex. Auch Beziehungsstress durch Konflikte kann die Lust an der Lust nehmen. Einfach nicht darüber zu reden, hilft hier langfristig nicht. Wenn wir einen Weg finden, Konflikte und Probleme gemeinsam und fair zu lösen und uns um einen liebevollen Umgang miteinander bemühen, ist das die ideale Grundlage für guten Sex.

Wo bleibt das Prickeln?

Wenn wir schon einige Jahre zusammen sind, fehlt es manchmal – das Prickeln. Grund zur Sorge und können wir etwas dagegen tun? Wenn uns der Sex wichtig ist, müssen wir ihn pflegen und uns aktiv darum bemühen, dass er lebendig bleibt. Das heisst: Eine bewusste Entscheidung treffen, dass wir Sex haben wollen. In welcher Form und wie oft, kann dann ausgehandelt werden. Damit sich wieder ein Begehren entwickeln kann, braucht es regelmässige Zeit zu zweit. Ein Restaurantbesuch, ein gemeinsames Bad oder eine Massage... Wenn wir lange zusammen sind, können wir uns nicht immer darauf verlassen, dass wir spontan Lust auf Sex haben, so wie es vielleicht am Anfang war. Aber die Atmosphäre, die wir schaffen, kann viel zu Entspannung und Lust beitragen. Dazu gehört auch, dass wir Wäschestapel und Bürokram mal aus dem Schlafzimmer räumen oder uns überlegen, wo Sex denn sonst noch spannend sein könnte.

Tausend Möglichkeiten

Auch als langjähriges Paar können wir uns immer wieder neu entdecken, wünschen und träumen und neue Ideen in unser Sexleben integrieren. Dabei ist es wichtig, dass ich versuche, mich auf die Ideen meines Partners einzulassen, ja ihn vielleicht auch danach zu fragen. Ebenso wichtig ist, dass ich auch Grenzen setzte, wenn etwas für mich nicht stimmt. So können wir unsere Sexualität gemeinsam immer wieder weiterentwickeln.

Erwartungsdruck

Beim Sex geht es um den Genuss der körperlichen Begegnung. Zu viel Erwartungen und Druck lassen diesen Genuss rasch verschwinden. Gerade bei Frauen entstehen schnell Blockaden, wenn sie nicht sicher sind, dass sie jederzeit noch Stopp sagen können. Sie lassen sich dadurch oftmals gar nicht auf körperliche Begegnungen ein – aus Sorge ihren Partner mit der entstandenen Erregung allein zu lassen, wenn sie an einem bestimmten Punkt nicht weiter möchten. Aber so nimmt man sich selbst die Möglichkeit, dass man durch die Nähe und Intimität vielleicht auch Lust bekommt...

Freiheit lassen
Zum Schluss eine Weisheit von einem Paar, das seit 36 Jahren verheiratet
und mit seinem Sexleben sehr zufrieden ist: Die beiden äussern, wenn sie zusammen in der Badewanne sitzen, ihre sexuellen Wünsche - ohne dass der andere direkt darauf antwortet oder eingeht. Es geht nur darum, die Bedürfnisse wahrzunehmen. Später hat dann der andere die Wahl, ob er den Wunsch aufgreifen und darauf
eingehen möchte. Die Freiheit Wünsche zu äussern und die Freiheit auf diese einzugehen oder nicht scheint ein Schlüssel zu sein. Vielleicht lohnt es sich, dies einmal auszuprobieren –in der Badewanne oder anderswo.

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